Die Wirkungsweise des RAJ-Moduls basiert auf der kontrollierten Optimierung biogeochemischer Prozesse in Sedimenten und Wasserschicht. Durch die Stabilisierung der Redoxverhältnisse werden gewünschte mikrobielle Gemeinschaften gefördert, die:
Das RAJ-Modul arbeitet ohne Stromzufuhr oder den Einsatz schädlicher chemischer Substanzen. Die Technologie stabilisiert den Redoxzustand der Sedimente und fördert natürliche mikrobielle Prozesse, insbesondere die Stickstoff- und Schwefelumsetzung. Dies führt zu:
Das RAJrig™-Modul ist eine in situ-basierte Restaurierungslösung, die die Redoxverhältnisse der Sedimente stabilisiert und natürliche biogeochemische Prozesse, insbesondere den Stickstoff- und Schwefelstoffwechsel, fördert. Unter verbesserten Redoxbedingungen wird die Nitrifikation (NH₄+ > NO₃-) unterstützt, gefolgt von der Denitrifikation (NO₃- > N₂). Dies führt zur dauerhaften Entfernung von biologisch verfügbarem Stickstoff und reduziert die Nährstoffgrundlage für Algenblüten.
Gleichzeitig wird die Aktivität sulfatreduzierender Bakterien, die unter sauerstoffarmen Bedingungen toxisches H₂S produzieren, gedämpft. Die reduzierte H₂S-Bildung sorgt für eine höhere chemische Stabilität der Sedimente, geringere Toxizität im Bodenwasser, mehr Sauerstoff sowie eine Stabilisierung von pH-Wert und Alkalinität, was wiederum die Lebensbedingungen benthischer Organismen verbessert. Eine stabile Schwefelumsetzung trägt zudem indirekt zu einer höheren Phosphorbindung bei, da Eisen weniger als Eisensulfid gebunden wird.
Durch die Aufrechterhaltung oxidierter Bedingungen an der Sediment–Wasser-Grenzschicht wird Phosphat in stabilen Eisenverbindungen gebunden, wodurch die interne Phosphorfreisetzung deutlich reduziert wird. Das Sediment stellt somit seine Funktion als Nährstoffpuffer und biogeochemischer Filter wieder her, anstatt eine Quelle für Nährstoffe zu sein.
Die Gesamteffekte sind reduzierte Algenbiomasse, verbesserte Sauerstoffverhältnisse, erhöhte Sichttiefe, stabiler pH-Wert und Alkalinität sowie gesteigerte ökologische Resilienz.
Das RAJrig™-Modul kann sowohl als eigenständige Maßnahme als auch in Kombination mit der Reduzierung externer Nährstoffbelastungen, beispielsweise aus Landwirtschaft oder Flächenentwicklung, eingesetzt werden.
In Kombination mit solchen Maßnahmen wird der Restaurierungsprozess deutlich beschleunigt. Gleichzeitig kann das Modul auch isoliert die beschriebene Sedimentbehandlung durchführen und zur Stabilisierung des Ökosystems beitragen. Die Lösung fungiert damit als effektive und flexible Ergänzung zu öffentlichen Umweltprogrammen.